Wenn der Januar mit seinen kurzen Tagen und kalten Temperaturen Einzug hält, sehnen sich viele Familien nach einem Reiseziel, das sowohl Abenteuer als auch kulturelle Bereicherung verspricht – und das ohne das Reisebudget zu sprengen. Die Burg Hochosterwitz in Kärnten, Österreich, erfüllt genau diese Wünsche und präsentiert sich im ersten Monat des Jahres als ein faszinierendes Ausflugsziel, das Groß und Klein gleichermaßen begeistert. Diese majestätische Festung, die sich auf einem 160 Meter hohen Felsen erhebt, bietet nicht nur einen atemberaubenden Anblick, sondern auch eine Zeitreise ins Mittelalter, die Kinder zum Staunen bringt und Eltern mit ihrer beeindruckenden Architektur fesselt.
Ein Märchenschloss wie aus dem Bilderbuch
Die Burg Hochosterwitz wirkt wie direkt einem Kinderbuch entsprungen. Der Aufstieg zur Festung führt durch 14 historische Tore, von denen jedes seine eigene Geschichte erzählt und unterschiedliche Verteidigungsmechanismen aufweist. Für Kinder wird dieser Weg zu einer spannenden Entdeckungsreise, bei der sie sich vorstellen können, wie Ritter und Burgherren einst diese Anlage verteidigten. Die verschneite Winterlandschaft im Januar verleiht der Szenerie eine zusätzliche magische Atmosphäre, die an Märchenfilme erinnert.
Der Blick von der Burg hinunter ins Kärntner Becken ist selbst an trüben Wintertagen spektakulär. An klaren Januartagen reicht die Sicht bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Karawanken und bietet Fotomotive, die noch lange nach der Reise für Gesprächsstoff sorgen werden.
Praktische Informationen für den Besuch
Der Eintritt zur Burg ist familienfreundlich gestaltet und liegt bei etwa 11 Euro für Erwachsene, während Kinder ermäßigten Eintritt erhalten. Familienkarten machen den Besuch noch kostengünstiger. Im Januar solltet ihr beachten, dass die Öffnungszeiten eingeschränkter sind als in den Sommermonaten – in der Regel ist die Burg nur an bestimmten Tagen oder nach Voranmeldung zugänglich. Ein kurzer Anruf oder ein Blick auf die offizielle Website vor der Anreise erspart euch Enttäuschungen.
Der Aufstieg zur Burg kann zu Fuß bewältigt werden, was etwa 20 bis 30 Minuten dauert und selbst für kleinere Kinder machbar ist. Alternativ steht ein Schrägaufzug zur Verfügung, der besonders bei eisigen Temperaturen oder mit sehr kleinen Kindern eine willkommene Option darstellt.
Aktivitäten und Erlebnisse für die ganze Familie
Das Erkunden der verschiedenen Tore ist bereits ein Abenteuer für sich. Jedes Tor hat einen eigenen Namen und Charakter: Das Löwentor, das Landschaftstor oder das Kirchentor sind nur einige Beispiele. Kinder lieben es, durch die engen Durchgänge zu laufen und die massiven Holztore zu bestaunen. In den Wintermonaten sind diese Bereiche oft weniger überlaufen, sodass ihr die Anlage in Ruhe erkunden könnt.
Die Rüstkammer und die verschiedenen Ausstellungsräume im Inneren der Burg bieten einen faszinierenden Einblick in das mittelalterliche Leben. Hier können Kinder originale Ritterrüstungen, Waffen und historische Gegenstände bestaunen. Die Ausstellungen sind so gestaltet, dass sie auch für jüngere Besucher verständlich und spannend sind.
Ein besonderes Highlight ist die Burgkapelle mit ihren kunstvollen Fresken. Selbst wenn eure Familie nicht besonders kunstinteressiert ist, wird die Atmosphäre in diesem jahrhundertealten Raum einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Kostengünstige Unterkunftsmöglichkeiten in der Region
Die nächstgrößere Stadt, St. Veit an der Glan, liegt nur wenige Kilometer entfernt und bietet eine Auswahl an familienfreundlichen Unterkünften. Kleine Pensionen und Gasthöfe sind im Januar besonders günstig und bieten Doppelzimmer bereits ab etwa 50 bis 70 Euro pro Nacht. Viele dieser Unterkünfte verfügen über Familienzimmer oder können Zusatzbetten bereitstellen, was die Kosten pro Person deutlich senkt.
Ferienwohnungen sind eine weitere hervorragende Option, besonders für Familien, die mehrere Tage bleiben möchten. Mit einer eigenen Küche könnt ihr erheblich bei den Verpflegungskosten sparen. Im Januar sind diese Unterkünfte außerhalb der Skisaison besonders preiswert und bereits ab 60 bis 80 Euro pro Nacht für eine gesamte Wohnung zu finden.

Kulinarische Tipps ohne das Budget zu strapazieren
Die Kärntner Küche ist herzhaft und perfekt für kalte Januartage. In den kleinen Gasthäusern rund um die Burg und in St. Veit an der Glan findet ihr authentische Gerichte zu fairen Preisen. Eine warme Mahlzeit in einem traditionellen Gasthaus kostet etwa 10 bis 15 Euro pro Person, wobei die Portionen in der Regel sehr großzügig ausfallen.
Besonders empfehlenswert sind die typischen Kärntner Kasnudeln oder ein deftiger Eintopf, der euch nach einem Tag in der Kälte von innen wärmt. Viele Gasthäuser bieten Kindermenüs zu reduzierten Preisen an, sodass ein Familienessen durchaus erschwinglich bleibt.
Wer noch mehr sparen möchte, kann in den lokalen Supermärkten einkaufen und ein Picknick vorbereiten. Auch wenn es im Januar zu kalt für ein Picknick im Freien ist, könnt ihr in eurer Unterkunft gemeinsam essen und so die Kosten niedrig halten.
Anreise und Fortbewegung vor Ort
Die Burg Hochosterwitz ist mit dem Auto am bequemsten zu erreichen. Von Deutschland aus führt die Route über die Autobahn durch malerische Alpenlandschaften. Die Fahrt wird selbst zum Erlebnis, wenn die Berge im Winterkleid an euch vorbeiziehen. Parkplätze sind direkt an der Burg vorhanden und im Januar in der Regel problemlos zu finden.
Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, kann den Zug bis Klagenfurt nehmen und von dort mit Regionalzügen oder Bussen weiter nach St. Veit an der Glan fahren. Von dort sind es nur wenige Kilometer zur Burg, die ihr mit einem lokalen Bus oder Taxi zurücklegen könnt. Diese Option ist zwar etwas zeitaufwendiger, aber durchaus machbar und umweltfreundlicher.
Weitere Ausflugsziele in der Umgebung
Wenn ihr mehrere Tage in der Region verbringt, lohnt sich ein Ausflug nach St. Veit an der Glan selbst. Die mittelalterliche Altstadt mit ihren bunten Häuserfassaden und dem historischen Hauptplatz ist besonders im Januar stimmungsvoll. Ein Spaziergang durch die verschneiten Gassen kostet nichts und bietet dennoch viel Atmosphäre.
Der nahegelegene Längsee ist auch im Winter einen Besuch wert. Der zugefrorene See bietet, je nach Wetterlage, die Möglichkeit für winterliche Spaziergänge am Ufer. Die Landschaft rund um den See ist ruhig und idyllisch – ein perfekter Kontrast zum aufregenden Burgerlebnis.
Für Familien mit älteren Kindern bietet sich auch ein Besuch in einem der nahegelegenen Museen an, die oft freien oder ermäßigten Eintritt für Kinder gewähren. Diese Indoor-Aktivitäten sind ideal für die kürzeren Tage im Januar.
Packliste und praktische Hinweise
Der Januar in Kärnten kann kalt sein, mit Temperaturen oft unter dem Gefrierpunkt. Warme Winterkleidung ist unerlässlich: mehrere Schichten, wasserdichte Jacken, festes Schuhwerk mit rutschfester Sohle und warme Handschuhe sollten im Gepäck nicht fehlen. Der Aufstieg zur Burg kann bei Schnee und Eis rutschig werden, daher sind gute Schuhe besonders wichtig.
Eine Thermoskanne mit heißem Tee oder Kakao ist ein wunderbarer Begleiter für den Tag. Kinder freuen sich besonders über einen warmen Trunk während der Erkundungstour. Snacks und ein paar Süßigkeiten in der Tasche sorgen dafür, dass die Stimmung auch bei kühlen Temperaturen hoch bleibt.
Die Burg Hochosterwitz im Januar ist mehr als nur ein Ausflugsziel – sie ist ein Erlebnis, das die Fantasie anregt und gleichzeitig lehrreich ist. Die Kombination aus Geschichte, Architektur und der besonderen Winteratmosphäre macht diesen Ort zu einem perfekten Reiseziel für Familien, die etwas Besonderes erleben möchten, ohne dabei ihr Budget zu überstrapazieren. Die Erinnerungen an die verschneite Festung, die mutigen Aufstiege durch die historischen Tore und die gemeinsam verbrachte Zeit werden noch lange nachwirken und vielleicht den Beginn einer neuen Familientradition markieren.
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