Während sich die meisten Urlauber in den Januar-Blues zurückziehen, bietet sich dir und deinen Freunden eine einmalige Gelegenheit: Dubrovnik ohne Menschenmassen, mit milden Wintertemperaturen und Preisen, die euer Reisebudget schonen. Die „Perle der Adria“ zeigt im Januar ihr authentischstes Gesicht – fernab vom Kreuzfahrt-Trubel der Sommermonate. Die mittelalterlichen Gassen der Altstadt gehören jetzt fast ausschließlich euch, während die Wellen des türkisblauen Mittelmeers sanft gegen die jahrhundertealten Stadtmauern schlagen.
Warum Dubrovnik im Januar pure Entdeckungsfreude bedeutet
Der Januar verwandelt diese UNESCO-Welterbestätte in einen Ort, der zum gemütlichen Schlendern einlädt. Mit durchschnittlich 10 bis 13 Grad Celsius bleibt es angenehm mild – perfekt für ausgedehnte Stadterkundungen ohne schweißtreibende Hitze. Die Unterkünfte kosten jetzt einen Bruchteil der Sommerpreise, und selbst in den beliebtesten Cafés findet ihr problemlos Plätze mit Meerblick. Für eine Freundesgruppe, die authentische Erlebnisse sucht und gleichzeitig sparen möchte, ist dieser Zeitpunkt ideal.
Die Stadtmauern: Dubrovniks Krone ohne Gedränge
Der knapp zwei Kilometer lange Rundgang auf den mittelalterlichen Stadtmauern gehört zu den absoluten Höhepunkten. Im Sommer müsst ihr euch hier oft durch Touristenscharen schieben – im Januar habt ihr die fotogenen Ausblicke weitgehend für euch allein. Der Eintritt kostet etwa 30 Euro, eine Investition, die sich lohnt. Plant mindestens zwei Stunden ein, um in Ruhe die verschiedenen Festungen zu erkunden und die Perspektiven auf die terrakottafarbenen Dächer zu genießen. Startet am frühen Nachmittag, wenn das winterliche Licht die Altstadt in warme Töne taucht.
Insider-Spartipp für die Stadtmauern
Kauft eure Tickets direkt am weniger frequentierten Eingang bei der Festung St. John. Dort sind die Warteschlangen selbst in der Hochsaison kürzer – im Januar könnt ihr praktisch durchmarschieren. Teilt euch die Kosten für eine wiederverwendbare Wasserflasche, die ihr an öffentlichen Brunnen auffüllen könnt.
Zwischen Geschichte und Gegenwart: Die Altstadt erleben
Die autofreie Altstadt mit ihrem Labyrinth aus Kalksteingassen ist wie ein begehbares Museum. Der zentrale Stradun, die Hauptpromenade, führt euch vom Pile-Tor direkt zum alten Hafen. Hier lohnt es sich, einfach ziellos durch die Seitengassen zu streifen. Entdeckt versteckte Treppen, winzige Plätze mit alten Brunnen und Durchgänge, die plötzlich spektakuläre Ausblicke auf das Meer freigeben.
Der Rektorenpalast und die Kathedrale sind architektonische Meisterwerke, die ihr für jeweils 5 bis 8 Euro besichtigen könnt. Besonders beeindruckend: die Schatzkammer der Kathedrale mit ihren byzantinischen Reliquien. Überlegt als Gruppe, ob ihr einen kombinierten Museumspass möchtet – oft lassen sich so 20 bis 30 Prozent sparen.
Lokale Küche für kleines Geld
Im Januar haben die touristischen Fallen geschlossen, und es bleiben die Lokale, in denen auch Einheimische essen. Sucht nach kleinen Konobas (traditionellen Gasthäusern) in den Nebenstraßen abseits des Stradun. Eine herzhafte Portion Pašticada (geschmortes Rindfleisch) oder frischer Fisch vom Grill kostet hier zwischen 8 und 15 Euro. Teilt euch mehrere Vorspeisen – dalmatinischer Schinken, Käse und eingelegtes Gemüse – das ist nicht nur günstiger, sondern auch geselliger.
Für das Frühstück empfiehlt sich der Markt Gundulićeva Poljana, wo lokale Bauern ihre Produkte verkaufen. Kauft frisches Brot, lokalen Käse und Oliven für ein Picknick mit Aussicht. So frühstückt ihr zu viert für insgesamt keine 15 Euro. Viele Unterkünfte verfügen über Gemeinschaftsküchen – nutzt diese für mindestens ein selbstgekochtes Abendessen und spart dabei erheblich.

Fortbewegung: Kompakt und fußgängerfreundlich
Dubrovniks Altstadt erkundet ihr komplett zu Fuß. Vom Flughafen ins Zentrum nehmt ihr am besten den öffentlichen Bus für etwa 8 Euro pro Person – das ist deutlich günstiger als ein Taxi, der euch mindestens 30 Euro kosten würde. Die Busse fahren passend zu den Flugankünften und bringen euch direkt zum Pile-Tor.
Innerhalb der Stadt sind eure Füße das beste Fortbewegungsmittel. Die Altstadt ist überschaubar, und selbst zum etwa 20 Minuten entfernten Stadtteil Lapad mit seinen Kiesstränden könnt ihr bequem laufen oder für 2 Euro den Stadtbus nehmen. Wer zum nahegelegenen Berg Srđ mit seiner spektakulären Aussicht möchte, kann entweder die Seilbahn für 15 Euro (Hin- und Rückfahrt) nehmen oder den kostenlosen Wanderweg nutzen – eine sportliche Alternative, die etwa 45 Minuten dauert und bei klarem Winterwetter fantastische Perspektiven bietet.
Übernachtung mit Freunden: Clever sparen
Für eine Gruppe sind Apartments die wirtschaftlichste Lösung. Im Januar findet ihr geräumige Wohnungen mit zwei Schlafzimmern in Altstadtnähe bereits ab 50 bis 80 Euro pro Nacht. Aufgeteilt durch vier Personen zahlt jeder also gerade mal 12 bis 20 Euro – unschlagbar für diese Lage und Qualität. Achtet auf Unterkünfte mit Küche, um zusätzlich bei der Verpflegung zu sparen.
Die Stadtteile Lapad und Gruž sind Alternativen, falls ihr noch günstiger unterkommen möchtet. Hier zahlt ihr manchmal nur 40 Euro für eine komplette Wohnung und seid dennoch binnen 15 Busminuten in der Altstadt. Hostels bieten Mehrbettzimmer ab etwa 15 Euro pro Person, haben aber den Vorteil gemeinsamer Aufenthaltsräume, wo ihr andere Reisende trefft.
Ausflüge in die Umgebung
Die Insel Lokrum liegt nur zehn Bootsminuten entfernt und bietet selbst im Januar eine grüne Oase mit botanischem Garten, Klosterruinen und versteckten Badebuchten. Die Fähre kostet etwa 15 Euro für die Hin- und Rückfahrt. Packt euer selbstgemachtes Picknick ein, denn auf der Insel sind die gastronomischen Angebote begrenzt und teurer.
Ein Tagesausflug nach Cavtat, einem charmanten Küstenstädtchen 20 Kilometer südlich, lohnt sich ebenfalls. Die Busfahrt kostet rund 3 Euro, und ihr erlebt authentisches dalmatinisches Leben ohne touristische Überlagerung. Schlendert an der palmengesäumten Promenade entlang und genießt einen Kaffee mit Meerblick für 2 Euro statt der 4 bis 5 Euro in Dubrovniks Altstadtcafés.
Praktische Hinweise für euren Januar-Trip
Packt Zwiebellook ein: Tagsüber können die Temperaturen durchaus mild sein, sobald die Sonne herauskommt, doch abends kühlt es ab. Eine wind- und regenfeste Jacke gehört ins Gepäck, denn gelegentliche Schauer sind im Januar durchaus möglich. Die Atmosphäre nach einem Regenguss, wenn die Kalksteingassen glänzen und die Luft frisch ist, hat ihren ganz eigenen Reiz.
Kroatien ist zwar EU-Mitglied, aber bargeldorientiert. Hebt an Automaten mit geringen Gebühren ab, statt in Wechselstuben zu tauschen. Viele kleinere Lokale akzeptieren nur Bargeld. Plant pro Person und Tag etwa 40 bis 60 Euro ein, wenn ihr moderat unterwegs seid – damit kommt ihr gut zurecht.
Sonnenuntergänge im Januar finden bereits gegen 17 Uhr statt. Nutzt das Nachmittagslicht optimal und plant eure Aktivitäten entsprechend. Die frühen Abende eignen sich perfekt für ausgedehnte Abendessen in geselliger Runde, bei denen ihr den Tag Revue passieren lasst und eure Erlebnisse austauscht. Dubrovnik im Januar ist genau die richtige Mischung aus Abenteuer, Entspannung und Budget-Reisen – eine Kombination, die euer Freundschaftswochenende unvergesslich macht.
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